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Berufsstart spezial

Vorher für nachher entscheiden

Bei Bundes- und Landesbehörden, bei Gemeinden, Kreisen und Bezirken gibt es die unterschiedlichsten Berufe, in denen Beamtinnen, Beamte und Angestellte arbeiten. Bildungsabschlüsse sind entscheidend für den Einstieg in die Laufbahnen des einfachen, mittleren, gehobenen und höheren Dienstes. Alles Weitere regeln die Ausbildungs- und Laufbahnverordnungen des Bundes und der Länder.

Einstellungsvoraussetzungen

Da eine Lehrerin eine andere Ausbildung braucht als ein Finanzbeamter oder Polizist und eine Verbeamtung nicht in jedem Bundesland selbstverständlich ist, müssen die Voraussetzungen für die Einstellung in den Vorbereitungsdienst bei der Berufswahl berücksichtigt werden. Der Vorbereitungsdienst dient der praktischen und theoretischen Ausbildung und wird mit einer Laufbahnprüfung abgeschlossen. Er wird im Beamtenverhältnis auf Widerruf geleistet und dauert im einfachen Dienst sechs Monate, im mittleren Dienst zwei bis zweieinhalb Jahre, im gehobenen Dienst drei und  im höheren Dienst zwei bis zweieinhalb Jahre. Auch bei fehlender Laufbahnbefähigung besteht die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen in das Beamtenverhältnis übernommen zu werden.

Wechsel in die Privatwirtschaft schwierig

Die Beamtenausbildungen sind keine allgemein anerkannten Berufsausbildungen. Anwärterinnen und Anwärter sind nach ihrer  Ausbildung in hohem Maße an die öffentlichen Arbeitgeber gebunden. Ein Wechsel mit der Qualifikation „Beamtenausbildung“ in die private Wirtschaft ist eher schwierig. Umso wichtiger ist es daher für Beamtenanwärterinnen und -anwärter, nach dem Vorbereitungsdienst übernommen zu werden.

Wie wird vergütet?

Im öffentlichen Dienst richtet sich die Bezahlung zunächst nach dem Status des Berufseinsteigers – Auszubildender oder Beamtenanwärterin. Auszubildende erhalten eine „Ausbildungsvergütung“, Beamtenanwärter erhalten „Anwärterbezüge“. Im  Manteltarifvertrag für Auszubildende im öffentlichen Dienst (MTV-A) sind die Regeln der Vergütung festgelegt, bei den Anwärterbezügen für Beamte auf Widerruf im Vorbereitungsdienst orientiert sich der Grundbetrag an der Besoldungsgruppe, die dem Eingangsamt der Laufbahn zugeordnet ist.

BAB – die Beihilfe für Azubis

Übrigens: Wer einen Ausbildungsplatz in weiter Entfernung vom Heimatort findet, kann unter bestimmten Voraussetzungen mit finanzieller Hilfe des Staates rechnen. Die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) gibt es z. B. für alle Auszubildenden unter 18, die nicht mehr bei den Eltern wohnen, weil der Ausbildungsbetrieb zu weit entfernt ist – rund eine Stunde für jeden Weg. Ob und in welcher Höhe eine Beihilfe gezahlt wird, ist von der Höhe des Einkommens der Eltern abhängig.

Anspruch auf Bildungsurlaub

In verschiedenen Bundesländern haben Beschäftigte und Auszubildende Anspruch auf Bildungsurlaub. Dieser „Urlaub“ soll der  politischen und beruflichen Weiterbildung dienen. Solche Seminare werden teilweise auch von den Gewerkschaften angeboten.  Teilweise gibt es auch tarifvertragliche Regelungen für die Inanspruchnahme von Sonderurlaub zur beruflichen Weiterbildung.

Mehr Informationen:

Weitere Informationen unter www.berufsstart-im-oeffentlichenidienst.de oder im gleichnamigen DBW-Ratgeber.

Quelle: Beamten-Magazin, Ausgabe 05/2007

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