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Martin Sorg, Revierförster: Denken in anderen Dimensionen

Zuerst Kyrill, dann lange Trockenheit mit Waldbrandgefahr und drohender Borkenkäferplage – die Natur schlägt Kapriolen und wer mit und in ihr arbeitet, muss mitspielen.

Das Revier des Forstbeamten Martin Sorg vom Forstamt Hilchenbach in Nordrhein-Westfalen ist der Privatwald rings um den Kindelsberg – rund 1.700 Hektar groß. Kyrill hat den fünf- bis sechsfachen Jahreseinschlag an Holz umgeworfen. Diese Menge muss jetzt vordringlich aufgearbeitet und vermarktet werden. Für Waldbesitzer und betreuende Förster stellen sich viele Fragen:Welchen Wald müssen wir nach dem Sturm aufbauen, der den sich ändernden Klimaverhältnissen angepasst und für die Eigentümer auch in Zukunft  rentabel ist? Welche Gehölze bestimmen in späteren Jahren die Wälder? „Es fällt oft nicht leicht, den Waldbesitzern klare Antworten zu geben.“, sagt Sorg, der von rhetorischen Höhenflügen bei Fachtagungen schnell wieder im Arbeitsalltag landet. Und der sieht normalerweise so aus: Wirtschaftspläne erstellen und umsetzen, Holzernte, Aufforstungen, Kalkungsmaßnahmen und Wegebau organisieren und kontrollieren, dazu Öffentlichkeitsarbeit, Ausbildung, Forst- und Naturschutz sowie die Mitwirkung bei öffentlichen Planungsverfahren – ein Aufgabenspektrum, das zur Faszination des Berufsbildes „Förster“ beiträgt.

Die reguläre 41-Stunden-Woche ist beim augenblicklichen Arbeitsumfang nicht einzuhalten. Doch noch ist Martin Sorg gerne Förster. „Das ist nicht nur ein Beruf, sondern auch Berufung. Dem Zauber, der vom Lebensraum und Arbeitsplatz Wald ausgeht, kann man sich kaum entziehen.“

Quelle: Beamten-Magazin, Ausgabe 05/2007

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