Altersvorsorge spezial; Alterssicherung mit staatlicher Zulage; Service

Altersvorsorge spezial

Alterssicherung mit staatlicher Zulage

Die Zahl der Versorgungsempfänger/innen ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Die öffentlichen Kassen sind leer.  Der Staat hat jahrzehntelang versäumt, für die Pensionen Vorsorge zu treffen.

Versorgungslücke durch private Alterssicherung schließen

Durch das Versorgungsänderungsgesetz 2001 wird die Versorgung der Beamtinnen und Beamten schrittweise von 75 auf 71,75 Prozent abgesenkt. Gerade hat der Bundestag beschlossen, die Altersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung auf 67 Jahre anzuheben. Der Entwurf eines Dienstrechtsneuordnungsgesetzes sieht vor, diese Regelung auch auf die Beamtinnen und Beamten zu übertragen. Für viele wird dies eine weitere Absenkung ihrer Pensionen bedeuten. Um die Versorgungslücke zu schließen, wird eine zusätzliche private Altersvorsorge auch für Beamtinnen und Beamte immer wichtiger. Eine attraktive Möglichkeit vorzusorgen, ist die so genannte Riester-Rente. Sie ist eine privat finanzierte Altersvorsorge mit staatlicher Förderung.

Wie funktioniert die Riester-Rente?

Während der Ansparphase werden Beiträge in förderfähige Sparformen eingezahlt. Die wohl verbreitetste Sparform ist die  klassische Rentenversicherung. Der Staat fördert die Altersvorsorge durch eine Zulage. Unabhängig vom Bruttoeinkommen steht jeder/jedem Berechtigten eine Zulage zu. Dabei wird zwischen der Grundzulage und der Kinderzulage unterschieden. Anspruch auf die Kinderzulage besteht, wenn im Kalenderjahr mindestens ein Monat lang Kindergeld bezogen wurde.

Die Höhe der Besoldung des Sparers im Vorjahr bestimmt die Mindesthöhe der (Jahres-)Beiträge, die eingezahlt werden müssen, um die volle staatliche Zulage zu erhalten. Um z. B. die volle Zulage für 2007 zu erhalten, muss der Anlagebetrag 3 Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens entsprechen.

 Jahr

 Mindestanteil in %*

Maximal förderfähig**

 Grundzulage

 Kinderzulage/Kind

 2002/03

 1 %

 525 Euro

38 Euro

46 Euro

 2004/05

 2%

 1.050 Euro

76 Euro 

92 Euro 

 2006/07

 3%

 1.575 Euro

114 Euro 

138 Euro 

 ab 2008

 4%

 2.100 Euro

154 Euro

185 Euro

* Mindestanlagebetrag in Prozent vom Vorjahresbruttoeinkommen.
**Maximaler förderfähiger Höchstbeitrag pro Jahr.

Beispiel: Unverheirateter Single, keine Kinder, Jahreseinkommen 2006 in Höhe von 30.000 Euro 3 Prozent von 30.000 Euro = 900 Euro.
Der Anlagebetrag in 2007 muss also mindestens 900 Euro betragen, um die volle staatliche Zulage in Höhe von 114 Euro zu erhalten.

Der förderfähige Beitrag ist nach oben gedeckelt und in 2007 auf maximal 1.575 Euro begrenzt. Die Zulage fließt nicht direkt an die/den Beitragszahler/in, sondern in den Vertrag. Durch die Zulage verringert sich der Eigenbeitrag, den ein/e Beitragszahler/in tatsächlich einzahlen muss.

Beispiel: Unverheirateter Single, keine Kinder, Jahreseinkommen 2006 in Höhe von 30.000 Euro. Um den Eigenbeitrag zu ermitteln, wird die staatliche Zulage vom Anlagebetrag (hier 900 Euro) abgezogen. 900 Euro – 114 Euro = 786 Euro. Daraus ergibt sich ein Monatsbeitrag
(786 Euro/12)in Höhe von 65,50 Euro.

In der nächsten Ausgabe wird erläutert, wie die Zulage beantragt wird und wie sich die Beiträge für die Altersvorsorge steuermindernd auswirken können. Außerdem geben wir Tipps, wie Gewerkschaftsmitglieder Gruppentarife nutzen können.

Mehr Informationen:

Näheres unter www.Das-RentenPlus.de.

Quelle: Beamten-Magazin, Ausgabe 03/2007

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