Neue Formen der Arbeitszeitgestaltung

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Die klassische Arbeitszeitstruktur im öffentlichen Dienst gehört der Vergangenheit an. Abendöffnung im Zuge von Verwaltungsmodernisierung, der steigende Wunsch nach Teilzeitarbeit, Bürgerbüros, der häufig geäußerte Wunsch nach flexibleren Arbeitszeiten, die an Aufgabenerledigung und nicht an körperliche Präsenz gebunden sind, sind Schritte in eine neue Zeitkultur im öffentlichen Dienst. Maßnahmen zur Verbesserung der Dienstleistungsqualität wie die Flexibilisierung der Öffnungszeiten von Kinderbetreuungseinrichtungen, ganztägige Kinderbetreuung an Schulen, Spätöffnung in Behörden oder entsprechende Samstagsangebote sind für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst aber oft mit erheblichen Nachteilen verbunden.
Neue unkonventionelle Formen der Arbeitszeitgestaltung können einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, auch den persönlichen Bedürfnissen der Beschäftigten gerecht zu werden.
Die Entwicklung der Teilzeitarbeitsverhältnisse in der Bundesverwaltung im Zeitraum von 1998 bis 2001 ist ein recht eindrückliches Beispiel dafür, dass Teilzeitbeschäftigung den individuellen Bedürfnissen der Beschäftigten entgegenkommt.

Sie ermöglicht es, Familien- und Erwerbsleben besser miteinander in Einklang zu bringen und steigert überdies die Leistungsbereitschaft der Beschäftigten. Im öffentlichen Dienst des Bundes ist die Zahl der Teilzeitarbeitsverhältnisse von 1998 bis 2001 um 43 Prozent gestiegen; von 27.282 im Jahr 1998 auf 38.905 in 2001.

Außer im Saarland ist die Teilzeitbeschäftigung der Beamtinnen und Beamten in allen Ländern gestiegen, besonders augenfällig in den ostdeutschen Ländern; in Thüringen hat sie sich fast versechsfacht. Die hohen Steigerungsraten sind allerdings auch darauf zurückzuführen, dass Teilzeitbeschäftigung in den ostdeutschen Ländern bis 1999 keine nennenswerte Rolle gespielt hat. Im Durchschnitt aller Länder nahm die Teilzeitquote um knapp 18 Prozent zu.

Diese Entwicklungen ändern freilich nichts an der Tatsache, dass Teilzeitarbeit nach wie vor in ganz überwiegendem Maße von Frauen in Anspruch genommen wird – mit allen versorgungsrechtlichen Nachteilen, die derzeit noch damit verbunden sind.

Die Vorstellungen des DGB gehen weiter: Um allen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes – Frauen und Männern – ein höchstmögliches Maß an Zeitsouveränität ohne versorgungsrechtliche Nachteile zu ermöglichen, müssen die Denkblockaden gegen Teilzeitbeschäftigung im Allgemeinen und Teilzeitbeschäftigung in Führungsfunktionen im Besonderen aufgebrochen werden.Teilzeitbeschäftigung in Führungsfunktionen ist ein völlig unterentwickelter Sektor.

Dahinter steckt eine grundsätzliche Skepsis gegenüber der Teilbarkeit von Führungsaufgaben. Zwar ist die Akzeptanz in den vergangenen Jahren gestiegen, nach wie vor sind aber in den Ministerialverwaltungen und dem nachgeordneten Bereich nur etwa 3 Prozent der Führungskräfte in Teilzeit beschäftigt. Auch Telearbeit kommt offensichtlich den Bedürfnissen der Beschäftigten nach flexibleren Arbeitszeiten entgegen. Dafür spricht jedenfalls die innerhalb kurzer Zeit erreichte Steigerung an Telearbeitsplätzen in der Bundesverwaltung. Ausgangspunkt für diese Entwicklung war die "Initiative Telearbeit", die zwischen 1999 und 2002 eine Steigerung der Telearbeitsplätze in der Bundesverwaltung von 47 auf 992 zur Folge hatte (www.bmi.bund.de bzw. www.staat-modern.de). Im Zuge ihrer Initiative hat die Bundesregierung – allerdings ohne Rückkopplung oder Abstimmung mit den Beschäftigten und deren Interessenvertretungen – eine Mustervereinbarung zur Telearbeit entwickelt. In der Freien und Hansestadt Hamburg ist ein Pilotprojekt auf der Grundlage einer mit den Spitzenorganisationen getroffenen Vereinbarung abgeschlossen worden. Hier hatten sich mehr Interessentlnnen aus dem gehobenen und höheren Dienst für Telearbeit gemeldet als einbezogen werden konnten.


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